Für Rollstühle kaum zu schaffen - Kölnische Rundschau
Sparkassenzentrale
Für Rollstühle kaum zu schaffen
Erstellt 30.11.09, 21:46h
Auch nach der großen Eröffnungsfeier reißt die Kritik am neuen und angeblich barrierefreien Haupteingang der Sparkassenzentrale in Gummersbach einfach nicht ab. Dabei hatte der Sozialverband VdK die Barrierefreiheit der Sparkasse bescheinigt.
Dabei hatte doch der Sozialverband VdK die Barrierefreiheit der Sparkasse mit Urkunde und Gütesiegel bescheinigt. Davon zeugt sogar eine metallene Plakette vor der Tür. Vielleicht war das etwas vorschnell, wie der VdK-Kreisvorsitzende Franz-Josef Adolf auf Nachfrage unserer Zeitung einräumt: „Ich hatte beim Architekten angeregt, den äußersten rechten Bereich noch weiter abzuflachen. Doch der Architekt wollte das nicht.“
(Bild:Wuttke)
Da auch eine Rückfrage beim Behindertenverein in Gummersbach ergeben habe, dass die neun Zentimeter hohen Stufen mit dem Rollstuhl leicht zu bewältigen seien, habe er schließlich grünes Licht für die Bescheinigung gegeben. „Aber ich werde mich jetzt beim Architekten noch einmal stark dafür machen, dass wir doch eine rollstuhlfreundlichere Lösung finden“, verspricht Adolf.
Auch für Fußgänger ist der neue Haupteingang gewöhnungsbedürftig: Hier wehte am Eröffnungstag sogar ein rotes Flatterband mit der Aufschrift „Vorsicht Stufe!“. Das vermissten gestern einige Besucher schmerzlich.

(Bild:Wuttke)
Beide Probleme hat die Sparkasse aber inzwischen erkannt: „So kann es wirklich nicht bleiben, das sehen wir natürlich ein. Wir haben zwar unser Bestes versucht, aber das müssen wir eben noch besser hinbekommen“, verspricht Sparkassenvorstand Markus Vandrey, bald einen für Rollstuhlfahrer und Fußgänger optimalen Eingangsbereich zu präsentieren. Schließlich steht Service am Kunden für die Sparkasse erklärtermaßen an oberster Stelle. (mm)
