Streichung der Freifahrten im öffentlichen Verkehr
Freifahrtregelung für Menschen mit
Behinderung muss erhalten bleiben
Die 121 Mitgliedsverbände der Landesarbeitsgemeinschaft
SELBSTHILFE NRW e.V. wehren sich entschieden gegen
Die Pläne, die Freifahrten für behinderte Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln zu streichen. Durch eine entsprechende Initiative will die CDU/FDP-Regierung
Baden-Württemberg einen gemeinsamen Beschluss aller Bundesländer im Bundesrat herbeiführen und die Abschaffung der Freifahrtregelung erreichen.
Mit Empörung reagierte die Mitgliederversammlung der
LAG SELBSTHILFE NRW, die sich am Wochenende in Köln traf, auf diesen Einsparungsvorschlag. Ausgerechnet bei Menschen mit ganz erheblichen Geh-, Hör-, Seh- und
anderen Beeinträchtigungen solle abkassiert werden, damit Steuersenkungen für andere möglich würden.
„Das lässt jedes Gespür für soziale Gerechtigkeit vermissen“, so die Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE, „und wird die Spaltung unserer Gesellschaft in arm und reich gefährlich verschärfen.“ Sie und die Mitgliedsverbände fordern die NRW-Landesregierung und das Parlament auf, die Streichung der Freifahrtregelung abzulehnen.
15.11.2009
Geesken Wörmann, Vorsitzende der LAG NRW
