Musikalität ist eine Grundbedingung
Musikalität, Takt und Rhythmus im Rollstuhltanz
Bei jeder Tanzform versteht sich von selber, dass Musikalität die Grundlage bildet.Ziel ist es, die Musik optimal in Bewegung umzusetzen.
Die Bewegungsformen der Tänzer müssen auf die jeweiligen individuellen Bewegungsmöglichkeiten exakt abgestimmt sein.
Die Interpretation von Takt und Rhythmus wird durch exakte Stops, Schub- und Zugaktionen mit Hilfe der Hände und Arme ermöglicht.
Musik kann interpretiert werden durch:
1. Schub- und Zugaktionen am Greifrad
2. rhythmische Oberkörper- und Armbewegungen
Schub- und Zugaktionen am GreifradDie taktgenaue, sowie rhythmische Interpretation der Musik durch den Rollstuhl-Tänzer, wird besonders an den Schub- und Zugaktionen am Greifrad sichtbar.
Durch diese Schub- und Zugaktionen am Greifrad werden die Fußbewegungen des Fußgänger-Tänzers ersetzt.
Er bewegt sich mit dieser Technik im Raum und in Relation zu seinem Partner.Die Aktionen am Greifrad müssen jederzeit dem Betrachter sichtbar, lesbar und eindeutig sein.
Andernfalls würde dieses zu einer ungenauen Interpretation der Musik führen.
Zu wenige oder zu viele Schub- und Zugaktionen am Greifrad sind daher zu vermeiden.
Des weiteren darf der Rollstuhl-Tänzer sich nicht ausschließlich passiv, d.h. vom Partner gezogen, durch den Raum bewegen.
Alle Bewegungen sollten unter eigenständiger, aktiver Teilnahme des Rollstuhl-Tänzers erfolgen.
Die Lage im Raum des Rollstuhl-Tänzers ist nicht zwingend immer unbedingt immer dort, wo sich der Partner befindet, sondern er kann sich auch selbständig im Raum bewegen.
Solch eine Trennung der Partner wird meistens durch eine Schub- oder Zugaktion eingeleitet.
Oberkörper- und ArmbewegungenDer Takt und der Rhythmus der Musik werden zusätzlich zu den Aktionen am Greifrad durch Aktionen im Oberkörper und in den Armen interpretiert.
Hierbei ist zu beachten, dass die Bewegungen oberhalb der Hüfte nicht den Hauptteil der Interpretation einnehmen.
Arm- und Oberkörperbewegungen müssen sich aus der Musik ergeben, so dass unkontrolliertes „Hampeln" im Rollstuhl unbedingt vermieden wird.
Oberkörper- und Armbewegungen sind einfacher durchzuführen als exakte Radarbeit, d.h. die Aktionen am Greifrad sind höher einzustufen in der Bewertung.

