Geschichte des Tanzens
Ursprung, Geschichte, Verbreitung des Tanzes
Wie bei vielen technisch-akrobatischen Sportarten liegen die Wurzeln des Tanzes in der Frühgeschichte der Menschheit. Belegt sind drei Urformen des Tanzes:
- Zauber- und Beschwörungstänze,
- rhythmisch akzentuierte einfache Arbeitsbewegungen,
- Ausdruckstänze von Freuden, Leiden, Wünschen und Hoffnungen.
Diese Formen wurden bereits mit einfachen Musikinstrumenten oder Gesang begleitet. War der Tanz in der Urgesellschaft und unter dem Joch der Sklaverei noch kultisch gebunden, diente er im antiken Griechenland der körperlichen Ertüchtigung und der Erziehung zu Anmut und Schönheit.
Um 1200 bildeten sich der höfische Gesellschaftstanz und die Zunfttänze der Handwerker heraus.
Die Gesellschaftstänze, wie wir sie heute kennen, entwickelten sich über mehrere Etappen aus dem Volkstanz. Im Feudalismus waren höfische Tänze wie Menuett, Gavotte, Sarabande und Volta üblich.
Nach der französischen Revolution setzten sich bügerliche Tänze wie zum Beispiel die Quadrille als Gesellschaftstanz der Bürger durch. Danach eroberten Paartänze wie Walzer, Polka, Rheinländer und Galopp die bürgerlichen Salons und Tanzsäle.
Später verzichtete man auf die nationale Volksüberlieferung und übernahm neue Tänze, die von der Folklore Nord- und Südamerikas oder Afrikas inspiriert waren und willkürlich verzerrt wurden. Dazu gehören Tango, Onestep, Boston, Blues und Rumba.
Außerdem beeinflußten zeitweilig Tänze wie Charleston, Boogie, Rock 'n' Roll und Twist - die sogenannten Modetänze - die Entwicklung des Gesellschaftstanzes.

